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Nachrichten und Aktuelles

AUS DER ÖFFENTLICHKEITSARBEIT DER PATIENTENBÜCHEREI


JAHRESBERICHT 2020

der
Patientenbücherei an der Universitätsmedizin Mainz
des Deutschen Evangelischen Frauenbundes
Ortsverband Mainz e. V.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

Bei unseren Treffen im Februar haben wir immer zurückgeschaut auf das vergangene Jahr. Auch diesmal wollen wir es so halten, wenn auch alles anders ist und wenn auch ein Treffen in der Bücherei immer noch nicht möglich ist. Die Corona-Pandemie hat ihren Griff bisher nicht gelockert - so stehen mein Wunsch und meine Hoffnung, dass es Ihnen allen gut geht und gut ergangen ist, am Anfang dieses kurzen Berichts.

Das Jahr 2020 begann für uns mit einem gemeinsamen Frühstück im Proviantamt auf Einladung des Ortsverbandes des DEF als Träger der Bücherei.
Zum ersten Mal seit über 35 Jahren fand das festliche Treffen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Patientenbücherei zum Jahresbeginn nicht im gastlichen Hause Zohlnhöfer statt. Zu aller Freude konnten wir jedoch Ingeborg Zohlnhöfer in unserer Mitte willkommen heißen.

Im Februar lud die Pflegedirektorin alle Ehrenamtlichen an der Universitätsmedizin zu einer Veranstaltung mit einem Vortrag und anschließendem Kaffeetrinken ein.

Am 6. März trafen wir uns zum Jour fixe in der Bücherei, blickten zurück auf 2019
und sprachen wie immer über die Pläne für 2020, insbesondere auch über die Themen, die uns in den kommenden Monaten beschäftigen sollten.

Wenige Tage später musste die Bücherei wegen der sich ausbreitenden Covid 19 Pandemie geschlossen werden. Weder Stationsgänge noch Büroausleihe waren möglich. Dank der Mitarbeiterausweise der Klinik ist es uns während des ganzen Jahres, auch in den Zeiten des strengen Lockdowns, jedoch möglich gewesen, die Bücherei zu betreten.

Einige Mitarbeiterinnen haben die Chance wahrgenommen sich Bücher und CDs auszuleihen, aber auch, Bücher einzuarbeiten und auszusortieren, in den Regalen Ordnung zu machen, die Post zu überwachen und nicht zuletzt, den neuen (hoffentlich provisorischen) Arbeits- und Abstellraum im Keller einzurichten.

Im Laufe des Jahres sind auch die Handbücher für Büro und Station überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht worden.
Ende Mai wurde es wieder möglich, ehrenamtliche Tätigkeiten aufzunehmen.
Wir beschlossen, die Bücherei für die Ausleihe zu öffnen. Stationsgänge sind bis heute nicht möglich. Das bedeutete für uns: gemäß den Hygieneregeln mussten Plexiglasscheiben hergestellt werden, um den Kontakt zwischen Mitarbeitern und Lesern zu minimieren. Verhaltensregeln für Mitarbeiter und Besucher wurden erarbeitet und die Stationen über die Öffnung der Bücherei informiert. Das alles geschah in Absprache mit der Pflegedirektorin und dem Hygienebeauftragten der Universitätsmedizin.

Mitte Juli war es dann endlich so weit. Alle Hürden waren überwunden! Die Bücherei war vormittags geöffnet. Erfreulicherweise erhielten wir sowohl von Klinikmitarbeitern als auch von Patienten positive Rückmeldungen! Man hatte uns vermisst!

Am 4.November schrieben wir Ihnen: nach reiflicher Überlegung halten Karin Kiworr und ich es in Anbetracht der allgemeinen Beschränkungen und zum Schutz aller für sinnvoll, die Bücherei zunächst einmal bis zum Ende des Monats zu schließen. Wenn auch das Risiko einer Ansteckung in der Bücherei selbst gering sein dürfte, so bleibt der Weg dahin problematisch.

Leider hat sich bis zum heutigen Tag an dieser Einschätzung nichts geändert. Eine Ausleihe an Patienten und Klinikpersonal ist derzeit nicht möglich.

Wir müssen weiter auf bessere Zeiten hoffen.

Ein kurzer Überblick über die Statistik für das Jahr 2020 zeigt die besondere Situation nun auch in Zahlen!

Medienbestand 31.12.2020:
rund 7500 Bücher, Zeitschriften, Hörmedien, DVDs und Spiele.
Neu eingestellt:
301 Medien
Aussortiert:
501 Medien (darunter hauptsächlich Musik-und Hörspielkassetten)
Ausleihe insgesamt 1.1.2020 - 31.12.2020:
2978 Medien (2019: 15.458)
davon:
Bücher 1402
Zeitschriften 948
Kinderbücher 348
CDs 173
Abspielgeräte 43
Kopfhörer 42
DVDs 14
Spiele 8

*****************

Im November mussten wir Abschied nehmen von Ingeborg Zohlnhöfer, die einer schweren Krankheit erlag.

Ohne sie hätte es die Patientenbücherei nicht gegeben!

Mit der ihr eigenen Entschlusskraft, Liebenswürdigkeit und Überredungskunst und der Unterstützung des Ortsverbandes des Deutschen Evangelischen Frauenbundes überzeugte sie Anfang der 80er Jahre die Mitglieder des Klinikvorstandes davon, dass eine Bücherei für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende der Universitätsklinik einen großen Beitrag leisten würde zur Humanität im Krankenhaus. Sie wurde nicht müde, mit den Sätzen "Lesen hilft genesen" und "Mit der Patientenbücherei über den Berg" ihr Ziel zu verfolgen.

So wuchs aus sehr kleinen Anfängen im evangelischen Klinikpfarramt die Bücherei, wie wir sie heute kennen.

Ingeborg Zohlnhöfer war immer für die Bücherei da: viele Jahre lang ging sie mit dem Bücherwagen zu den Kranken, immer sorgte sie dank ihrer vielfältigen Verbindungen dafür, dass die Bücherei in der Klinik und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich oft über viele Jahre der Tätigkeit in der Bücherei widmeten und widmen, fühlte sie sich stets verbunden.
Ein gutes Arbeitsklima, ein guter Zusammenhalt untereinander, eine ständige Fortbildung der Mitarbeitenden sowie natürlich ein attraktives Angebot an aktuellen Büchern und Hörmedien waren ihr ein besonderes Anliegen.

Dass der unermüdliche Einsatz aller im Jahr 2016 durch die Verleihung des "Brückenpreis" des Landes Rheinland-Pfalz an die Patientenbücherei gewürdigt wurde, war ihr eine besondere Freude.

Wir werden ihre Herzlichkeit und Fröhlichkeit nicht vergessen und versuchen, in ihrem Sinne weiter zu arbeiten.

Februar 2021
Renate Severin

Jahresbericht 2019

der
Patientenbücherei an der Universitätsmedizin Mainz
des Deutschen Evangelischen Frauenbundes
Ortsverband Mainz e. V.

In den 37 Jahren seit ihrer Gründung durch Mitglieder des Deutschen Evangelischen Frauenbundes hat sich die Patientenbücherei an der Universitätsmedizin Mainz aus kleinsten Anfängen zu einer nach wie vor gut funktionierenden Einrichtung am Klinikum entwickelt.

Mitarbeitende


33 ehrenamtlich tätige Damen und Herren widmeten sich im Jahr 2019 der Aufgabe, Patienten und Patientinnen auf über 40 Stationen der Klinik 1 - 2x in der Woche mit Büchern und Hörmedien zu versorgen, ihnen mit ihrer Bereitschaft zum Gespräch über Bücher und auch über persönliche Anliegen Zuwendung zu zeigen und den täglichen Betrieb in der Bücherei selbst aufrecht zu erhalten.
Die meisten Mitarbeitenden sind über viele Jahre in der Bücherei tätig; ihre Freude an der Arbeit, ihre Bereitschaft, ihre unterschiedlichen Talente zu nutzen, sich auf neue, veränderte Bedingungen einzulassen und ihr Interesse an den monatlichen Treffen sind Grundlage für ein vielfältiges und gutes Miteinander und zeigen die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements zum Wohle der Kranken.

In 2019 konnten wir zwei neue Mitarbeiterinnen gewinnen, die sich gut in die Arbeit hinein gefunden haben.

Medienbestand und Ausleihe


Aus unseren Aufzeichnungen zur Statistik lässt sich ablesen, dass das Angebot der Bücherei nach wie vor auf großes Interesse trifft, wenn sich auch die Schwerpunkte der ausgeliehenen Medien im Laufe der Jahre verschoben haben.

Bei einem gleichbleibenden Bestand von rund 7700 Medien ist die Ausleihe von Büchern über die Jahre hinweg relativ gleichbleibend. Wir erleben jedoch, dass das Interesse an Hörmedien und DVDs merklich zurückgegangen ist. Dies hat möglicherweise mit der sich zunehmend verändernden Mediennutzung über PC, Tablet und Smartphone zu tun.
Zudem stellten wir fest, dass Zeitschriften immer mehr gefragt werden. Wir weisen in unserer monatlichen Statistik seit Mitte des Jahres die Ausleihe von Zeitschriften und Büchern getrennt aus und sehen die Beobachtung durch die Zahlen bestätigt.
Erfreulich hat sich die Ausleihe an Kinderbüchern entwickelt, dank besonderen Engagements, eines überarbeiteten Bestandes und vielleicht auch wieder zunehmenden Interesses von Kindern und Eltern.

Die Buchausleihe incl. Kinderbücher und Zeitschriften betrug 2019 87,35 % der Gesamtausleihen (2018 waren es 84,5 %)

Bei einem Bestand von 7700 Medien verzeichnen wir für 2019 15.460 Ausleihen, jedes Medium wird im Schnitt 2x verliehen. Etwa 60 % der Ausleihe erfolgt am Krankenbett, etwa 40% in der Bücherei.
Das Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten sowie immer auch an die Mitarbeitenden der Universitätsmedizin.

Wie in allen Jahren zuvor legten wir großen Wert auf eine begleitende

Fortbildung


2019 nahm eine Mitarbeiterin an der alle zwei Jahre stattfindenden zentralen Fortbildungsveranstaltung des Deutschen Bibliotheksverbandes für Mitarbeitende in Krankenhausbüchereien teil.
Die Mitarbeiterinnen, die im Büro der Bücherei arbeiten, nahmen an einem Schulungs- und Auffrischungskurs zum Umgang mit PC und Internet teil, der von einem unserer Mitarbeiter geleitet wurde.
Bei den monatlichen Treffen am Jour fixe in der Bücherei beschäftigten wir uns mit Buchbesprechungen und Überlegungen zur Aktualisierung des Medienbestandes. Darüber hinaus überdachten wir regelmäßig unsere Erfahrungen bei der Arbeit auf den Stationen.

Weitere Themen, die auf großes Interesse stießen, waren:
ein von einer Mitarbeiterin der Stabsstelle Bauplanung geführter Rundgang über das Klinikgelände.
ein informativer Bericht über Palliativ-Medizin in der Stadt Mainz und in der Universitätsmedizin.
ein Vortrag über Lesen im 17. Jh. an Hand eines ABC-Büchleins von 1665 aus einem Mainzer Verlag.
eine Besinnung auf unsere Eigenwahrnehmung und die Wahrnehmung der uns umgebenden Welt.

Geselliges


Unser Jahresausflug führte nach Frankfurt, wo eine kundige Stadtführerin uns die neue Frankfurter Altstadt nahe brachte.

Öffentlichkeitsarbeit


Wie im Vorjahr luden wir Mitarbeitende der Universitätsmedizin zu einer "etwas anderen Mittagspause" in die Bücherei. Unsere Gäste bei Gesprächen, Brezeln und Saft waren diesmal Mitarbeiter der Abteilung "Foto, Grafik, Video".

Der Öffentlichkeitsarbeit dienten auch wiederholt Buchbesprechungen in der Mitarbeiterzeitschrift UM.Sicht sowie ein Interview, das eine Mitarbeiterin der Abteilung Unternehmenskommunikation mit der Leiterin der Bücherei führte und das in der UM.Sicht erschien.

Darüber hinaus waren wir eingeladen, in der Pflegedirektoriumssitzung über die Bücherei zu berichten. Wir sind dankbar, dass unsere Arbeit von den Pflegedienstleitenden unterstützt wird.

Aus einem Kurs der Johannes Gutenberg Universität, der sich mit dem Thema: "Bibliotheken als Institutionen der Buchkultur" beschäftigte, kam die Anfrage nach einem Interview, welches schriftlich und mündlich in der Bücherei stattfand. Die Darstellung der Bücherei wird in der geplanten Publikation "Bibliotheken in Mainz" erscheinen.

Unserer Öffentlichkeitsarbeit diente nicht zuletzt ein "Berufspraktikum" einer Schülerin in der Bücherei. Dank der spontanen Bereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Praktikantin die Arbeitsweise einer Bücherei und speziell einer Krankenhausbücherei nahezubringen, war dieses Praktikum ein Erfolg.

Finanzen


Unsere Finanzen sind geordnet. Wir erhalten für unsere Arbeit einen Zuschuss vom Evangelischen Dekanat Mainz und dem Verband Evangelischer Büchereien in der EKHN. Auch gelegentliche Spenden von Patienten und kleinere Einnahmen von unserem Bücherwagen helfen uns.

Im Jahr 2019 freuten wir uns sehr über eine besondere Spende aus einer Erbschaft.

Die Universitätsmedizin unterstützt uns großzügig. Einen Teil neuer Medien können wir über den Zentralen Einkauf beziehen.

Dank


Wir danken der Universitätsmedizin Mainz für die großzügige Unterstützung.

Wir danken dem Evangelischen Dekanat Mainz und dem Verband Evangelischer Büchereien für die verlässliche Förderung unserer Arbeit.

Wir danken dem Träger der Bücherei, dem Deutschen Evangelischen Frauenbund, Ortsverband Mainz e. V. für seine stete Hilfe.

Ganz besonders danken wir der langjährigen Vorsitzenden des Ortsverbandes und Gründerin der Patientenbücherei, Ingeborg Zohlnhöfer, für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Patienten und zum Wohle der Bücherei, für ihren Ideenreichtum, ihr nimmermüdes Engagement in der Bücherei und in der Öffentlichkeit, für ihr nie nachlassendes Interesse an allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Sie hat ihren Vorsitz Ende des Jahres 2019 in andere Hände übergeben. Wir wünschen ihr von Herzen alles Gute.


Vorsitzende des DEF Ortsverbandes Mainz e. V. ist jetzt Karin Kiworr,
ihre Stellvertreterin Dr. Annelen Ottermann

Renate Severin, Leiterin der Patientenbücherei
Karin Kiworr, Vorsitzende des DEF Ortsverbandes Mainz e. V.

Gruppenfoto oben: Peter Pulkowski

Patientenbücherei an der Universitätsmedizin
Langenbeckstr. 1, Gebäude 206
55131 Mainz, Tel.: 06131-17 2679, patientenbuecherei@unimedizin-mainz.de
Homepage: www.patientenbuecherei.de
Die Patientenbücherei besteht seit 1982. Sie ist ein Teil des sozialen Aufgabenbereiches des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, Ortsverband Mainz e. V.




120 Jahre Deutscher Evangelischer Frauenbund e. V. - eine kleine Skizze

Der Bundesverband des Deutschen Evangelischen Frauenbunds e. V. (DEF) hat zu seinem 120jährigen Jubiläum nach Hannover vom 18. bis 20. Oktober 2019 eingeladen – und alle kamen.

Tagungsort ist das evangelische Stefansstift mit hellen Räumen und Übernachtungsmöglichkeiten, guter Verpflegung und vielen Orten für Begegnungen außerhalb des Programms.

Am Freitagnachmittag lässt die anberaumte Mitgliederversammlung aktuelle Geschehnisse im Bundesverband und den Ortsverbänden sichtbar werden. Nach dem Verlesen von Grußworten: Berichte mit Aussprache. Dietlinde Kunad (Bundesvorsitzende), Irmtraud Pütter (Demografischer Wandel), Hannelore Herbel (AEH Hauswirtschaft), Sigrid Lewe-Esch (AEH Verbraucherschutz) und Luitgard Herrmann (Medien) berichten und diskutieren höchst engagiert mit allen Mitgliedern. Weiterer zentraler Punkt ist die vorgelegte Satzungsänderung des Bundesverbands zu § 2. Von besonderem Interesse ist der Tagesordnungspunkt Blitzlichter aus dem Landes-Vorstandsrat sowie den Ortsverbänden und Anschlussvereinen.

Die umfangreiche Tagesordnung verlangt gemeinsames zügiges Arbeiten – aber wer wäre nicht für thematisch interessante und informative, anregende und humorvolle Beiträge aufgeschlossen. So beschließen alle Teilnehmerinnen den Nachmittag mit einem Brainstorming zu den Themen Die Zukunft beginnt jetzt..." Wie kann Verbandsarbeit gelingen? und Der DEF – Das sind wir! Mut zur Übernahme von Verantwortung sowie einer Andacht in der Kirche des Stefansstifts.

Der Samstag läutet den eigentlichen Festakt ein und beginnt mit einem eindrucksvollen musikalisch umrahmten Dankgottesdienst in der Marktkirche von Hannover – gestaltet von der Bundesvorsitzenden Pastorin Hella Mahler und der Superintendentin Dr. Petra Bahr. Auch der anschließende Festempfang im alten Rathaus beeindruckt durch viele Grußworte, denen leider weitgehend stehend zuzuhören ist. So etwa imponiert neben einer Vertreterin des Bundesfamilienministeriums Franz Müntefering mit seiner kleinen zupackenden Rede.

An diesen Vormittag schließt sich der Festakt im Stefansstift an. Zunächst fordern zwei bemerkenswerte Vorträge die Aufmerksamkeit der Zuhörenden. Cornelia Wenzel referiert über die Archivierung des Aktenbestands des Bundesverbands im Archiv der deutschen Frauenbewegung, Kassel. Frauen gestalten ein Archiv – Einblicke in 120 Jahre Deutscher Evangelischer Frauenbund. Dank der Weitsicht der jeweiligen Bundesvorsitzenden und eines überraschenderweise existierenden Akten- bzw. Archivierungsplans sind 120 Jahre DEF transparent und gut nachvollziehbar. So seien z. B. alte Briefe und Urkunden, Festschriften, Bau- und Finanzpläne einzusehen und jederzeit zu besichtigen.

Aber Archivarbeit ist das eine, Leitungsaufgabe das andere. Aufschlussreich und wissenswert ist daher im nächsten Vortrag die Sichtbarmachung aller DEF-Vorsitzenden. Ulrike Bösch, Inge Gehlert, Halgard Kuhn und Dietlinde Kunad lassen diese Frauen sprechen: Frauen übernehmen Verantwortung – die DEF-Vorsitzenden im Wandel der Zeit. Mit Akribie und Emphase vorgetragen werden die Persönlichkeiten dieser Frauen nahezu lebendig. Vieles von dem, was bewegt wurde, wird angerissen und deren Arbeitsumfang lässt sich erahnen.

Vor dem festlichen Abendessen am Samstag gibt die aufschlussreiche Diskussion Frauen gestalten Demokratie – Demokratie beginnt am Küchentisch zwischen der Bundesvorsitzenden und Lisi Maier (Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Jugendsozialarbeit), Lydia Klein (Verbraucherzentrale Bayern) und Katharina Landgraf (MdB) Einblicke in Leben und Werdegang dieser Frauen in Ost und West. Sie berichten über Herausforderungen, aber auch über ein sie erfüllendes und beglückendes Familien- und Verbandsleben.

Der Sonntagvormittag und ein Worldcafé harmonieren wunderbar - und so bildet der ständig wechselnde intensive Austausch zum Thema Frauen setzen sich ein..... den Abschluss der gelungenen Jubiläumstagung im Jahr 2019.

Elke Grün

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie unter:

http://www.def-bundesverband.de/ueber-uns/wer-sind-wir/

Patientenbücherei an der Universitätsmedizin Mainz
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